Lintladys Allerlei

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Freitag, 5. Februar 2016

Handwerkliche Unabhängigkeit


vor dem neuen Anbau 

Hallo zusammen,

als ich noch Kind war, haben meine Eltern hier am Haus viel selbst gebaut. 
Wenig Geld bedeutet ja immer, selber machen spart dabei...
Mein Pa hat nicht verstanden, dass meine Ma aus meiner Schwester und mir 
„nette Mädchen mit Schleifchen im Haar“ machen wollte 
und da ich keinen Bruder habe, musste ich eben anpacken.
Meine Schwester ist älter und war damals schon „schlauer“ 
Sie schaffte es immer, sich zu verdrücken. Also musste ich ran. 
(Meine Mutter hat immer erzählt, ich hätte ja so wie so ein Junge werden sollen….)
Da wurde nicht gefragt: „Kannst du das?“, 
sondern es hieß: „Mach das mal!“. 
Erstens hatte mein Pa schon immer viel Vertrauen in mich *hüstel*
und zweitens hat er natürlich erklärt, was zu machen ist, falls ich es nicht wusste.

Als ich 6 Jahren war, wurde der Anbau hier am Haus gemacht. 
Doris stand mit der Schaufel an der (geliehenen) Mischmaschine, 
 hat Sand und Zement ( im Verhältnis 3 zu 1) eingefüllt
 und den Speis gemischt, den mein Pa zum Mauern brauchte. 
(Der Anbau steht immer noch *g*) 

Mit 13 Jahren habe ich das erste mal in einer fremden Wohnung Tapeten geklebt. 
In der zukünftigen Praxis eines Freundes meiner Eltern, Raufaser, 
die Bahnen waren vielleicht ein wenig schief, 
aber das merkte dann nach dem Streichen ja niemand mehr.

Mit 16 habe ich dann in der Werkstatt einer Tankstelle gearbeitet,
weil ich mir unbedingt ein Mofa kaufen wollte. 
Als Mädchen in einer Männerdomäne macht man frau echt gutes Trinkgeld *g*

Als ich wegen Studium von zu Hause ausgezogen bin, kam mir das alles sehr gelegen. 
Ich brauchte selten einen Mann zu fragen, ob er mir bei ... hilft.
 Meistens ging es dann eher um ein Werkzeug, das mir fehlte,
wenn ich mal jemanden fragen mußte,
z. B. um die Handkreissäge, die ich brauchte, um das Hochbett zu bauen. 
Dafür hatte ich 7 alte Türen gesammelt und mir 10 x 16 cm Dachbalken gekauft.
Damit wurde in einer Altbauwohnung über die Hälfe des Zimmers
 eine 2. Decke eingezogen, der Dachsparren diagonal in 1,70 Höhe,
dazu eine schmale Treppe gebaut 
und alles mit Teppichboden ausgelegt. 
So hatte ich "mein Schlafzimmer" gleich mollig warm über dem Ofen,
konnte außer dem 2 x 2 m Bett auch noch eine große Truhe, 
das Fernsehen und diverse Blumentöpfe dort oben unterbringen. 
Sehr gemütlich und aus dem 2. Raum in der Wohnung
 konnte ich mein Arbeitszimmer machen, 
statt ihn für den Schlafraum zu "verschwenden"

Und so ist es eben heute noch meine Aufgabe, 
wenn hier der die Handwerkerin gebraucht wird *g*

Laßt es euch gut gehen
:o) Doris  



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